„Digitalisierung wird die Zukunft nachhaltiger gestalten“ – Warum erst die Zukunft und nicht schon die Gegenwart?

Angesichts des Klimawandels steht der Energieverbrauch von digitalen Infrastrukturen wie Rechenzentren zunehmend im öffentlichen Fokus. Tatsächlich sind digitale Infrastrukturen zu einem bedeutenden Faktor in der globalen Energie- und Klimabilanz geworden. Dell Technologies investiert daher schon seit Jahren in die Verbesserung der Energieeffizienz seiner Produkte und Lösungen sowie in innovative Kühlkonzepte für Rechenzentren. Und selbstredend schauen wir auch auf unseren eigenen Energieverbrauch: Unter anderem nutzen wir in den deutschen Niederlassungen seit Jahren zu 100% erneuerbare Energien.

Einen deutlichen Schritt weiter geht ‚Net Zero‘, unser ambitioniertes Ziel zur CO²-Neutralität bis zum Jahr 2050, das wir im April dieses Jahres bekannt gegeben haben. Ambitioniert ist es, weil es weit über die von uns direkt zu beeinflussenden Faktoren hinausgeht und neben den so genannten Scope-1- und Scope-2-Emissionen auch Scope 3 beinhaltet. Dazu gehören die Emissionen, welche bei unseren Zulieferern während der Geräteproduktion anfallen sowie die Emissionen, die beim Betrieb in den Rechenzentren unserer Endkunden entstehen. Diese Faktoren sind schwer zu kontrollieren – aber nur mit einer solch ganzheitlichen Betrachtung macht ‚Net Zero‘ Sinn! Wer mehr darüber erfahren möchte findet weitere Informationen auf https://www.delltechnologies.com/climatechange.

Um den eigenen CO²-Fußabdruck der IT zu reduzieren, muss man heutzutage aber glücklicherweise nicht mehr bei Null anfangen. Denn es gibt schon viele innovative Lösungen, die man einfach nur einsetzen muss. Ein Beispiel ist das norddeutsche Startup Windcloud, welches Hostingservices neu gedacht hat und diese nicht nur dank Windkraft CO²-neutral anbietet, sondern über die angeschlossene Algenfarm zusätzlich die Abwärme nutzt. Die Algen absorbieren das erzeugte CO² und werden anschließend z.B. in der Superfood-Industrie zu Power-Riegeln verarbeitet. Wer seine Daten bei Windcloud hostet, konsumiert also sogar CO² und bekommt dies auch per Zertifikat für die eigene Bilanz bescheinigt.

Außerhalb der Rechenzentren findet sich sogar noch größeres Potential, wie IT positiv auf die Klimabilanz einwirken kann. Technologien wie Edge Computing, AI, Cloud Computing und viele weitere können dazu eingesetzt werden, um zu allererst einmal die richtigen Daten an den Endpunkten („Edge“) von Netzwerken zu sammeln und diese dann so aufzubereiten, um die richtigen Schlussfolgerungen und Verbesserungsmaßnahmen zu beschließen. So arbeiten wir bereits seit knapp fünf Jahren mit unseren OEM-Partnern wie IMS Evolve zusammen, welche über einen ganzheitlichen Ansatz beispielsweise Kühlketten effizienter machen können. [Video] Das Prinzip: What gets measured, gets done! kann man auf unzählige andere Umgebungen übertragen; die Lösungen liegen als Blaupausen bereit.

Um stets neue Ansätze zu finden und externen ‚Input‘ zu generieren, unterstützen wir als Dell Technologies in Deutschland auch Innovationszentren wie das auf die Entwicklung der Smart City fokussierte Startup-Zentrum SpinLab – The HHL Accelerator in Leipzig oder Aktivitäten wie die Digital Future Challenge, welche von der Initiative D21 und der Deloitte Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz veranstaltet wird. Im Rahmen des Challenge werden bundesweit Studierende aufgerufen, anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis Prinzipien und Eckpunkte für ein verantwortliches Handeln von Unternehmen in der digitalen Welt zu erarbeiten. Die zwei Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind Digital Sustainability und Digital Literacy. Die Projektteams werden sich in diesem Wettbewerb um die besten, kreativsten und nachhaltigsten Ideen miteinander messen. Bundesweit unterstützen Lehrstühle und Unternehmen das Projekt; eine hochkarätige Jury aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft prämiert am Ende die besten Ansätze.

Neben innovativen Ansätzen für den Einsatz digitaler Lösungen erhoffen wir uns hier auch neue Ideen, wie erreicht werden kann, dass Einkäufer in der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen dem Faktor Nachhaltigkeit künftig noch mehr Gewicht verleihen. Die rechtlichen Möglichkeiten und praktischen Werkzeuge dafür gibt es bereits. Dennoch wird das gewaltige Potenzial einer nachhaltigeren IT-Beschaffung, insbesondere im öffentlichen Sektor, aktuell noch nicht ausgeschöpft. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier unsere Themenstellung für die Digital Future Challenge. Das Halbfinale findet Ende Juni statt, das Finale dann im August.

About the Author: Emanuel Lippmann

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