Digital und mit Herz: Leading with heart

Im März 2020 stand die Welt plötzlich still. Draußen war es unheimlich leise. Keine Flugzeuge mehr am Himmel, kaum Autos auf den Straßen. Spätestens dann wurde vielen klar: So wie vorher wird es nicht weitergehen. Von heute auf morgen zogen Tausende Angestellte ins Homeoffice um. Und: Teilweise hatten weder die betroffenen Führungskräfte noch deren Teams sich jemals von zu Hause aus mit dem Unternehmens-Netzwerk verbunden, geschweige denn Videokonferenzen beigewohnt. Hier warteten also vollkommen neue Herausforderungen für die Zusammenarbeit.

Von den äußeren Umständen wurde ich genau so überrascht wie alle anderen. Diesen Part meisterten mein Team und ich allerdings spielend leicht. Was daran lag, dass virtuelle Zusammenarbeit schon vorher selbstverständlich zu unserem Alltag gehörte. Auch „Remote führen“ war für mich ganz normal. Mein Team arbeitete schon immer quer verteilt über Deutschland: in den Offices in Halle, Frankfurt oder München, oder wie ich – seit nunmehr neun Jahren – im Homeoffice.

Bleibt alles anders

Was spannend ist: Obwohl in unserem Team die meisten Prozesse und Abläufe in der virtuellen Zusammenarbeit konstant blieben, hat sich auch bei uns seit März 2020 wahnsinnig viel verändert. Für Führungskräfte ist es lange Zeit normal gewesen, während den Kern-Arbeitszeiten die volle Aufmerksamkeit der Teammitglieder zu haben. Selbst aus der Ferne heraus wusste ich immer, wo der Fokus meines Teams und jedes Einzelnen lag. Aktuell gestaltet sich die Situation komplexer. Arbeit und Leben verschmelzen zunehmend. Der Stellenwert der Arbeit im Verhältnis zu anderen Dimensionen des Lebens hat sich verändert. Projekte und Marketing-Kampagnen müssen mit Homeschooling, Fahrten zum Kindergarten und Sport bei Tageslicht „unter einen Hut“ gebracht werden. Die Work-Life Balance hat so neue Ungleichgewichte auszutarieren. Das bedarf eines kompletten Umdenkens im Führen.

Leading with heart

Wie kann ich meinen MitarbeiterInnen mehr Flexibilität geben, ohne dass die Arbeitsqualität leidet und wie stelle ich sicher, dass Deadlines weiterhin eingehalten werden? Und vor allem: Wie kann ich diese Flexibilität bieten, ohne dann alleine alles ausgleichen und auffangen zu wollen?

Unser deutsches Channel und Direct-Marketing-Team.

Ich bin nicht nur Führungskraft geworden, um den nächsten Karriereschritt zu machen. Menschen zusammenzubringen und ihnen dabei zu helfen, das Beste aus sich rauszuholen, erfüllt mich. Wir nennen es bei Dell Technologies „Leading with heart“ – also aus und mit dem Herzen führen.

Führung muss heute mehr als je zuvor die Menschen mitnehmen. Sonst bleiben sie auf der Strecke. Es geht darum, sich in jede/n MitarbeiterIn hinein zu versetzen und zu schauen, woran er/sie in dieser veränderten Zeit arbeiten kann, um persönlich und professionell weiter zu wachsen. Mehr denn je muss eine Führungskraft Coach und Brückenbauer sein, weniger ein Kapitän, der alleine an der Spitze steht.

Leadership is not a rank or a position to be attained. Leadership is a service to be given.

, um Simon Sinek zu zitieren, der mich immer wieder inspiriert.

Das WIE gewinnt: mit Offenheit und Vertrauen

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Die äußeren Umstände ändern sich momentan häufig. Manchmal überschlagen sich Ereignisse und jede/r Einzelne muss spontan umdenken, umorganisieren und umwälzen. Das gilt natürlich auch für mich. Darum ist die Offenheit sich selbst und dem Team gegenüber wichtig. Das funktioniert nur, wenn wir bereit sind, auch Dinge anzusprechen, die gerade nicht funktionieren und gemeinsam nachjustieren.

Lesetipps:

Gemäß unserem Culture Code bei Dell Technologies ist es nicht nur wichtig, dass man gewinnt, sondern wie man gewinnt! Wir teilen im Team, welche Herausforderungen wir neben dem Job zu meistern haben und adressieren, dass wir dafür Zeit benötigen. Unsere Kalender sind immer „up to date“. Zeiten, an denen wir nicht verfügbar sind, sind transparent als „abwesend“ markiert. Wir achten aufeinander: „Einer für alle, alle für einen“. Ich gestehe allen MitarbeiterInnen im Team Zeit für ihre individuellen Bedürfnisse zu, weder Väter, Mütter, Teilzeitkräfte, MitarbeiterInnen mit Hund oder Alleinlebende werden bevorzugt.

Bald wird die Welt rundherum wieder lauter sein. Flugzeuge werden wieder kreisen, Autos die Straßen verstopfen. . Ich bin mir aber sicher, was bleibt und überdauert ist die Erkenntnis: Arbeit ist ein wichtiger Part des Lebens, aber eben nur ein Teil davon. Eine gute Führungskraft muss neben der Arbeitsleistung den Menschen als Ganzes betrachten. Ein vertrauensvoller Dialog wird uns immer weiter bringen als Kontrolle und hierarchischer Druck.

Erfolgreich führen geht nicht ohne Herz – und wer sein Team mit dem Herzen führt, der findet Wege!

About the Author: Petra Kruis

Petra Kruis leitet in ihrer Rolle als Marketing Director das deutsche Marketing Team. Der Fokus des Teams liegt auf der Gestaltung innovativer Kundenerlebnisse. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Marketing verantwortet Petra Kruis die Umsetzung zielgruppengerechter Kampagnen sowie Event- und Content-Angebote für Direktvertrieb, Channel und Distribution.